Maria Braig
Autorin
        
REVOLUTION   

 

 


Neu erschienen: ANLESER


Anleser sind Auszüge aus Büchern, um einen Einblick in die Themen und den Schreibstil von Autoren und Autorinnen zu bekommen und  sich so
vorab ein Bild zu machen. Auf der Basis dieses ersten Eindrucks lässt sich dann besser entscheiden, kaufe ich das Buch oder lasse ich es
lieber.

Zu meinen Büchern ist nun ganz frisch ein solcher "Anleser" erschienen, mit Leseproben aus
- "Jetzt bin ich hier"
- "Nennen wir sie Eugenie"
- "Amra und Amir - Abschiebung in eine unbekannte Heimat"
- "Spanische Dörfer - Wege zur Freiheit"

und dazu gibt es noch ein wenig Bonusmaterial.

Ihr könnt Euch den "Anleser" ganz einfach und kostenlos besorgen:
verlag-shop.com/Anleser-Maria-Braig
buch-ist-mehr.de/PWA/buecher/anleser-maria-braig/




"Allerdings finde ich es schon auch wichtig, dass häufiger Protagonisten in Romanen auftauchen, die nicht dem herkömmlichen Bild entsprechen: Weiß, heterosexuell und »gesund« (gesund in Anführungszeichen, weil ich damit nicht sagen möchte, dass diejenigen, die dem nicht entsprechen krank sind). Und das eben ohne ein speziell behandelter »Problemfall« zu sein."

Interview: Über Spanische Dörfer und mehr

 

Spanische Dörfer

Wege zur Freiheit

Roman 

 

Inhalt:

Irgendwo in Afrika macht sich eine junge Frau aus ihr unerträglichen Verhältnissen auf den Weg nach Europa, wo sie die Freiheit zu finden glaubt.

Sie schafft es, über die Meerenge von Gibraltar nach Spanien zu kommen, wo sie am Strand Enrique begegnet. Er hilft ihr spontan, ohne weiter nachzudenken.

Die beiden verlieren sich sofort wieder aus den Augen, die junge Frau setzt ihren Weg allein fort. Sie verbringt ein paar Monate illegal in Spanien, verdient das Nötigste als Erntehelferin, versteckt sich den Winter über in einem verlassenenTouristendorf, wo sie von einem alten Ehepaar entdeckt wird, das ihr hilft, im Frühling über die Pyrenäen zu kommen.

Enrique, der bisher vor allem mit seiner eigenen Problematik als Transsexueller und zugleich als von der Wirtschaftskrise gebeutelter, frisch gebackener Architekt beschäftigt war, lässt diese Begegnung nicht mehr los. Er geht nach München, in der Hoffnung, dort Arbeit zu finden, da die spanischen Verhältnisse aussichtslos sind. Aber auch in Deutschland findet er zunächst keine Arbeit als Architekt, beginnt ein Gaststudium und engagiert sich in der Flüchtlingshilfe.

Enrique erlebt die vielfache Diskriminierung all jener, die nicht der vorgegeben Norm entsprechen, er erlebt aber auch die Diskriminierung der Minderheiten untereinander. Von immer noch sehr vielen sogenannten „Normalen“ in der Gesellschaft werden Geflüchtete diskriminiert, geradeso wie Transsexuelle und Homosexuelle. Aber auch viele Flüchtlinge lehnen Trans-. und Homosexuelle ab und einige von diesen wiederum die geflüchteten Menschen. Als sein besterFreund Leon –  ein sehr intelligenter junger Mann mit Down Syndrom  – ihn besucht, erfährt er von allen Seiten dessen Diskriminierung als „Behinderter“.

Eines Tages treffen Enrique und Manso, die Frau aus dem Meer, in München zusammen. Manso ist nun mitten in Europa angekommen, sucht aber immer noch nach der versprochenen Freiheit. Sie muss feststellen, dass Europa nicht gleich Freiheit ist und dass sie sich, bevor sie die wirkliche Freiheit findet,  ihren eigenen Gespenstern stellen muss.

Manso und Enrique werden ein Paar, suchen gemeinsam einen Weg, wie die immer noch illegale Manso der Abschiebung entkommen kann und wie sie gemeinsam in Freiheit und ohne Diskriminierung leben können.

 

Leon kommt schließlich mit der zündenden Idee.

 

Rezension: Es ist nicht nur die Geschichte, es sind nicht nur die Figuren, es ist das, was bei mir als Leser erwacht an Hoffnung, ohne Schnörkel, ohne komplizierte Doppeldeutigkeit, ganz direkt, warum ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

 

 

"Amra und Amir - Abschiebung in eine unbekannte Heimat" - (Jugend)Roman  

 

Amra, Tochter albanischer Eltern, die während des Kosovokrieges nach Deutschland kamen, wird nach ihrem 18. Geburtstag ins Herkunftsland der Eltern abgeschoben. Amra, die weder das Land noch die Sprache kennt, findet sich plötzlich ohne Geld, Wohnung und Arbeit in einer ihr völlig unbekannten Welt wieder. Sie entwickelt ihre eigenen Überlebensstrategien und wird, um sich etwas sicherer zu fühlen, zu Amir, einem jungen Mann, der sich durch Müllsammeln und Gelegenheitsjobs über Wasser hält. Nina und Stefan, die mit Amra schon seit Kindertagen befreundet sind, gelingt es, Amir illegal zurück nach Deutschland zu bringen, aber auch hier hat er ohne legalen Aufenthaltsstatus keine Perspektive.

Und als wäre das nicht Problem genug, muss sich Amir, der wie sich nun zeigt, nicht nur eine Verkleidung war, die nach Gebrauch wieder abgelegt werden kann, auch mit der Frage nach seiner/ihrer Identität auseinandersetzen.

Lange Zeit wurden Jugendliche, deren Eltern nach Detuschland geflüchtet waren, nach Erreichen des 18. Lebensjahres ins Herkunftsland ihrer Eltern abgeschoben. So wie es Amra in der Geschichte „Amra und Amir – Abschiebung in eine unbekannte Heimat“ ergeht.

Trotz der restriktiven Ausländerpolitik in Deutschland und dem fortwährenden Abbau des Asylrechts verändert sich aber auch manchmal etwas zum Guten:

Amra dürfte nach der heutigen Rechtsauffassung wohl in Deutschland bleiben, weil sie „nachhaltig integriert" ist

- weil sie die Realschule erfolgreich besucht hat

-  weil sie einen Ausbildungsplatz gefunden hat

- weil sie seit mehr als vier Jahren in Deutschland lebt

Aber was wäre

- wenn sie für "Drogenbesitz" (fürs Kiffen) mit mehr als 90 Tagen Geldstrafe bestraft worden wäre, anstatt mit gefühlten 100 Sozialstunden im Altenheim, wie sie es in der Geschichte erlebt? Oder für eine andere jugendliche Dummheit? 

-  wenn sie die Schule nicht gepackt hätte?

- wenn sie keinen Ausbildungsplatz gefunden hätte (vielleicht einfach deshalb, weil eine Auszubildende, die nur geduldet ist, nicht gerne eingestellt wird)?

-  wenn sie politisch in der „falschen“ Gruppe aktiv wäre?

-   wenn sich die politischen Verhältnisse ändern?

Dann wäre plötzlich doch wieder alles anders, als bei ihren Freundinnen und Freunden mit deutschem Pass – und Amra wäre allein in unbekannter Umgebung und müsste ums Überleben kämpfen. (Stand 2015) 

Leider ist die Geschichte von Amra und Amir in letzter Zeti wieder sehr aktuell geworden. Immer häufiger werden junge Menschen, die ihr ganzes Leben oder den größten Teil davon in Deutschland verbracht haben, mit oder ohne ihre Familie abgeschoben. 



 

Anthologie: Texte von Flüchtlingen und anderen Migrant/innen

"Die Geschichten, die erzählt wurden, hatten so viel Gemeinsames: Manche waren wegen des Krieges hierher gekommen, manche waren importierte Bräute, manche waren wegen der Armut hier und manche von ihnen waren hier geboren worden, lebten aber die Kultur ihrer Väter"

 (aus: Selvinaz Entscheidung) 

hier bestellen  

 

 

"Nennen wir sie Eugenie" - Roman

Eugenie steht für viele Flüchtlinge mit ähnlichen und doch immer ganz persönlichen Schicksalen. Die Grundzüge ihrer Geschichte sind einem realen „Fall“ entliehen.Eugenie lebt im Senegal, sie liebt eine Frau, mit der sie eine heimliche Beziehung führt, da im Senegal Homosexualität unter Strafe steht.
Als ihre Eltern sie mit einem älteren Mann verheiraten wollen und Eugenie sich weigert, erfährt ihre Familie von ihrem Lesbischsein. Eugenie gelingt es, trotz Drohungen und Schlägen den Namen ihrer Partnerin zu verschweigen.
Sie erhält Morddrohungen aus ihrem bisherigen Freundeskreis und beschließt aus Angst vor tätlichen Angriffen und Strafverfolgung, die Jahre im Gefängnis bedeuten kann, den Senegal zu verlassen.
Eugenie flieht nach Deutschland, wo sie Schutz und Hilfe erhofft und um Asyl bittet. Sie erlebt das übliche Asylverfahren: Anhörung, Unterbringung in einer heruntergekommenen Sammelunterkunft, Residenzpflicht, schlechte Lebensbedingungen aufgrund des Asylbewerber-leistungsgesetzes und schließlich die langersehnte Entscheidung über ihren Antrag, die ihr Leben für immer verändern wird.
Eugenie trifft verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Flüchtlingsschicksalen, erfährt Langeweile, Hoffnungslosigkeit und Perspektivlosigkeit während des Wartens auf eine Entscheidung.  

Rezension in Jugendbuchtipps von Ulf Cronenberg

 

 

 

 

 

                                                                        

                                                                                                      

 

 "Ich bin ich - mein transsexuelles Leben" - biografische Erzählung

Autorin: Micha Ela / Herausgeberin: Maria Braig  

 

 

Es war mit Sicherheit nicht leicht für Micha Ela und oft auch sehr schmerzhaft, so tief und immer wieder erneut in ihre Vergangenheit einzutauchen, und Dinge an die Oberfläche zu holen, die sie nicht ohne Grund so weit unten verstaut und vor sich selbst verborgen hatte.

Aber es ist uns, so glaube ich, gemeinsam gelungen, trotz aller tragischen, problematischen und dramatischen Anteile ihres Lebens,ein Buch zu machen, das mit Spaß und Freude gelesen werden kann – trotz alledem.

Micha Ela ist eine sehr positive Frau, die mit großer Energie, viel Humor und unerschütterlichem Optimismus ihren Weg geht. Damals zu Beginn ihrer Geschichte genauso wie heute. Und sie möchte ihr Wissen nicht für sich behalten – sie möchte anderen Menschen mit auf den Weg geben: Geh deinen ganz eigenen Weg und glaube an dich – du wirst es schaffen!

 

 

 

Alle Bücher gibt es im örtlichen Buchhandel, bei den online-Versendern und direkt beim Verlag 3.0